" /> Margarete Gath - Praxis für Naturheilkunde - Ausleitende Naturheilverfahren

Bis ins 19. Jahrhundert prägte die hippokratische Humoralmedizin das medizinische Weltbild. Sie war über Jahrhunderte Schulmedizin. Humoralmedizin wird auch als Säftelehre bezeichnet und geht auf Hippokrates, den Urvater der westlichen Medizin zurück. Säftelehre nach der Lehremeinung von Hippokrates bedeutet es werden vier Körpersäfte unterschieden: Blut, Schleim, gelbe Galle, schwarze Galle. Die richtige Mischung dieser Säfte wurde als Eukrasie, eine veränderte Mischung als Dyskrasie bezeichnet. Eukrasie stellt die Grundlage für Gesundheit dar. Dyskrasie den Nährboden für Erkrankung. Ziel humoralmedizinischer Ansätze ist, durch „säftereinigende“ stoffwechselentlastende und ausleitende Verfahren, Krankheits- und Symptombilder möglichst kausal zu behandeln. Dazu stelle ich Ihnen die Therapien meiner Praxis vor.

Schröpfen

Das Schröpfen nimmt in der Hierarchie der aus- und ableitenden humoraltherapeutischen Verfahren die Vorrangstellung ein. In der Praxis des Schröpfens unterscheidet man unblutiges Schröpfen, blutiges Schröpfen und Schröpfkopf-Massage.

Ob blutig oder unblutig geschröpft wird ist abhängig von der Konstitution und der Krankheit des Patienten. Das unblutige Schröpfen wird normalerweise von jedem Patienten vertragen. Von entscheidender Bedeutung über unblutiges oder blutiges Schröpfen sind die sogenannten Leere- oder Füllezustände. Geschröpft wird an den Stellen, an denen die Natur etwas angestaut hat.

Paracelsus beschrieb dies so: „Wo die Natur einen Schmerz erzeugt, da hat sie schädliche Stoffe angehäuft und will sie ausleeren. Ist die Natur nicht imstande, diesen Vorsatz selbst auszuführen, muss der Therapeut eine künstliche Öffnung direkt an der kranken Stelle machen und so Schmerz und Krankheit heilen“.

Die Wirkung erzielt das angelegte Schröpfglas primär durch einen Unterdruck und somit eine Sogwirkung auf die Haut und das Unterhautgewebe. Dieser physikalische Effekt führt zu folgender medizinischer Wirkung:

Das unblutige Schröpfen ist in erster Linie ein Hautreizungsmittel mit guter Wirkung im Sinne einer Eigenblutbehandlung durch das entstehende Hämatom.

Das blutige Schröpfen wirkt :

Das Schröpfen in der Regel eine Begleittherapie, die Indikationen sind:

Aderlass

Der Aderlass ist einer der ältesten Ausleitungsverfahren und wurde bereits in der Antike angewendet. Leider ist der Aderlass durch exzessive und missbräuchliche Anwendung - vor allem im Mittelalter - in Verruf gekommen. Bis vor ca. 100 Jahren war der Aderlass eines er wichtigsten Heilmittel in der alten Medizin. In der Naturheilkunde hat er seinen Stellenwert nie verloren.

Der Mechanismus seiner Wirkungsweise ist durch die Reduzierung des Blutvolumens und damit einer besseren Blutviskosität (dünneres Blut) zu erklären.

Der entstehende Volumenmangel wird durch eiweißarmes Exudat aus dem Interstitium ausgeglichen und verursacht in erster Linie eine Blutverdünnung. Im nächsten Schritt im humoralpathologischem Sinn, werden bei diesem Prozess aus dem bindegewebigen Schichten schädigende Stoffe ausgeleitet, die durch Krankheit, körpereigene Toxine oder durch eine eiweißreiche Ernährung entstanden sind. Im weiteren wird ein vegetativ-umstimmender Effekt beschrieben, da der Blutentzug in vegetativ-humorale Abläufe eingreift.

Durch eine Verminderung des Gewebetonus wirkt der Aderlass krampflösend, beruhigend und schmerzlindernd.

Indikationen sind:

Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur ist eine wirkungsvolle Methode akute- und chronische Erkrankungen ohne Nebenwirkungen zu behandeln. Die Hauptindikation liegt in der Schmerzbehandlung. Doch lassen sich ebenso eine Vielzahl funktioneller, organischer und psychogener Störungen behandeln.

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Margarete Gath